Sonderausstellung über mittelalterliche Folterwerkzeuge in der Burg Taufers
Das Mittelalter wird nicht umsonst als finsteres Zeitalter bezeichnet. Schließlich war die Erde damals noch eine Scheibe, überall lauerten Dämonen und das Böse schien von allem und jedem Besitz genommen zu haben. Wie man dem Bösen im Menschen zu Leibe rückte, zeigt die Sonderausstellung „Folter im Mittelalter“ eindrucksvoll bis 31. Juli 2007 auf Burg Taufers im Tauferer Ahrntal.
Man traut seinen Augen nicht, wenn man sich die Folterwerkzeuge
ansieht, mit denen im Mittelalter „peinliche Verhöre“ (poena = lat:
Strafe) durchgeführt wurden, um von Hexen und von Bösen Einverleibten
Geständnisse zu erpressen. Da sieht man neben relativ harmlose
Daumenschrauben mit Nägel beschlagene Hexenstühle, Bruchräder und
Marterhölzer, Beinspangen und vieles Unsagbares mehr.
Warum?
Sinn und Zweck der Folter war es, vom Beschuldigten ein Geständnis zu
erzwingen. Anders als heute war im spätmittelalterlichen römischen
Reich war seelische und körperliche Unterdrucksetzung erlaubt, denn zur
Verurteilung eines vermeintlichen Täters reichte die Aussage mindestens
zweier Tatzeugen oder ein Geständnis. Im Zeitalter der Inquisition und
der Hexenprozesse war die Folter also ein brauchbares Mittel um
scheinbare Hexen zu Geständnissen zu zwingen, um auf Zeit das Böse zu
besiegen.
Die Ausstellung
Statt hier näher auf die einzelnen Methoden der Folter einzugehen,
empfehlen wir einen Besuch der Sonderausstellung auf Schloss Taufers.
Sie schafft einen historischen Hintergrund, bettet die Folter in ein
Gesamtbild von Motiven und Handlungen ein und hinterlässt beim Besucher
garantiert bleibende Eindrücke. Die Ausstellung auf Burg Taufers ist
noch bis 31. Juli 2007 zu sehen.
Öffnungszeiten Burg Taufers
Die Burg Taufers ist täglich von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 14.00 Uhr
bis 17.00 Uhr geöffnet. Mehr Informationen erhalten Interessierte unter
der Nummer +39 340 8690168